@Rin.Kagamine "Gothic" im eigentlichen Sinne ist in meinen Augen ziemlich tot, auch wenn es noch ein paar tapfere alte Kämpen gibt, die die Fahne hoch halten. Ist nun einmal der Lauf der Welt; und um ehrlich zu sein seh ich mich sowieso eher als so eine Art dunkel-alternativen Prolo-Snob. Klar, es ist schon ein bisschen schade, dass die musikalischen Aushängeschilder momentan vollkommen un-gruftige Bands wie Rammstein oder gar Nightwish (*hualp*) sind, aber was willste machen. Neu ist das Phänomen jedenfalls nicht - als ich so ca. Mitte der 90er dazugekommen bin fing es für mich an mit einer CD von Project Pitchfork, die mir eine Freundin in die Hand gedrückt hat (eher keine Gothic-Musik) und einer tausendmal kopierten Kassette von Genocide Organ, die mir ein Bekannter in die Hand gedrückt hat (absolut keine Gothic-Musik).

Aber dann streckte ich halt meine Fühler ein bisschen aus und es kam jede Menge andere Musik dazu. Das war auch so ziemlich das einzige, wofür ich eine "Szene" brauchte - Kunst, Literatur etc. kann man eh besser alleine genießen finde ich.
blacksister´s ghost hat geschrieben: Dienstag 19. November 2019, 17:28
Befass dich einfach mit der Szene, schau ob du das bist, aber drück dir bloß nich auf biegen und brechen einen Stempel auf, nur um dich irgendwo dazuordnen zu können.
Kann ich so unterschreiben. Klar, grade in jungen Jahren kann man sich schnell unverstanden und einsam fühlen - das gehört zum Erwachsenwerden irgendwie dazu. Und ich hab auch nicht das geringste Problem damit, wenn sich junge Leute unterschiedliche Subkulturen mal anschauen. Herrjeh, dann ist es halt eine Phase, ist ja kein Drama.
Aber das heißt nicht, dass sich Dutzende Leute auf jeden Interessierten stürzen, und ihm haarklein erzählen, was es alles für Optionen gibt. Da muss man sich schon selber mal umschauen.