[Fast] Jede*r hat Kolleginnen und Kollegen, Nachbarn, Verwandte, na keine Ahnung, Vereinmitglieder oder Mit-Hundemenschen, die keine Grufties sind und im "schlimmsten Fall" totale "Normies". Welche Interaktion pflegt Ihr zu diesen? Nur auf das Notwendige beschränkt und höflich-distanziert, oder geht es auch mal zusammen rauchen, Feierabendbier oder mal Eis essen? Zeigt Ihr Euch so, wie Ihr seid, oder versucht irgendwie "reinzupassen"?
Oder gibt es grundsätzlich keine Unterschiede außer Kleidung und Playlist?
Interaktion mit "Normies" im Alltag
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Luna Rabenherz
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Interaktion mit "Normies" im Alltag
🕸𝕰𝖘 𝖌𝖎𝖇𝖙 𝖐𝖊𝖎𝖓𝖊 𝕾𝖈𝖍𝖆𝖙𝖙𝖊𝖓 𝖎𝖓 𝖊𝖎𝖓𝖊𝖗 𝖂𝖊𝖑𝖙 𝖔𝖍𝖓𝖊 𝕷𝖎𝖈𝖍𝖙. (𝖈) 𝕾𝖙𝖎𝖑𝖑𝖘𝖙𝖊 𝕾𝖙𝖚𝖓𝖉🕸
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Immersion
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Re: Interaktion mit "Normies" im Alltag
Ich bin schon sehr lange nicht mehr einwandfrei und offensichtlich als Goth zu erkennen.
Klar, immer der schwarze Klecks - und auch bei der Art der Klamotten abseits der Farbe immer ein wenig jenseits der Sehgewohnheiten.
Mit den meisten komme ich klar.
Privat und im Job gelte ich als… Paradiesvogel, der mal ins Tintenfass gefallen ist.
Jenseits von Gothic gibt es noch andere Facetten, die die Wahrnehmung übersteuern. Klischees aus zu vielen seltsamen Schubladen. Die meisten entscheiden sich eher, mich als Nerd zu sehen - sollen sie doch, wenn sie damit besser umgehen können. Es fällt mir nicht schwer, dann die Aspekte eher herauszulassen, mit denen sie zurechtkommen und die sie erwarten.
Ich sehe das nicht unbedingt als Verstellung. Auch das bin ich.
Es gibt noch einige andere Facetten, die mal heraus wollen - und die nicht wirklich zusammen passen. Ich lasse dem dort mehr Freiheit, wo und wann es am Besten passt.
Es ist aber auch von den Charakteren im Job nicht so schwierig.
In meiner Nische bin ich zwar alleine - aber es gibt noch etliche andere ziemlich einzigartige Kombinationen, und wir finden alle immer irgend eine gemeinsame Basis.
Einer ist ein malender Musiker.
Für die Französin bin ich der einzige, mit dem sie nicht englisch reden muss.
Ein etwas verschrobener Alt-Metalhead.
Ein etwas weniger nerviger Grindcore-Metaller
Das wackenbesuchende Pferdemädchen
Viele Sonderlinge - aber weil jeder seine eigene Nische hat, ist da jeder irgendwie allein. Und das verbindet dann auch wieder. Wir finden immer irgend etwas über den Job hinaus.
Zu Gothic hat keiner einen Bezug - und mehr als gelegentliche Musiktipps und mein Outfit - und im Fall des Malers, mit dem ich mich austausche und der dann halt auch sieht, was ich so fabriziere - nehmen sie auch nichts davon wahr.
Klar, immer der schwarze Klecks - und auch bei der Art der Klamotten abseits der Farbe immer ein wenig jenseits der Sehgewohnheiten.
Mit den meisten komme ich klar.
Privat und im Job gelte ich als… Paradiesvogel, der mal ins Tintenfass gefallen ist.
Jenseits von Gothic gibt es noch andere Facetten, die die Wahrnehmung übersteuern. Klischees aus zu vielen seltsamen Schubladen. Die meisten entscheiden sich eher, mich als Nerd zu sehen - sollen sie doch, wenn sie damit besser umgehen können. Es fällt mir nicht schwer, dann die Aspekte eher herauszulassen, mit denen sie zurechtkommen und die sie erwarten.
Ich sehe das nicht unbedingt als Verstellung. Auch das bin ich.
Es gibt noch einige andere Facetten, die mal heraus wollen - und die nicht wirklich zusammen passen. Ich lasse dem dort mehr Freiheit, wo und wann es am Besten passt.
Es ist aber auch von den Charakteren im Job nicht so schwierig.
In meiner Nische bin ich zwar alleine - aber es gibt noch etliche andere ziemlich einzigartige Kombinationen, und wir finden alle immer irgend eine gemeinsame Basis.
Einer ist ein malender Musiker.
Für die Französin bin ich der einzige, mit dem sie nicht englisch reden muss.
Ein etwas verschrobener Alt-Metalhead.
Ein etwas weniger nerviger Grindcore-Metaller
Das wackenbesuchende Pferdemädchen
Viele Sonderlinge - aber weil jeder seine eigene Nische hat, ist da jeder irgendwie allein. Und das verbindet dann auch wieder. Wir finden immer irgend etwas über den Job hinaus.
Zu Gothic hat keiner einen Bezug - und mehr als gelegentliche Musiktipps und mein Outfit - und im Fall des Malers, mit dem ich mich austausche und der dann halt auch sieht, was ich so fabriziere - nehmen sie auch nichts davon wahr.
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Uwi1976
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Re: Interaktion mit "Normies" im Alltag
Da die schwarze Szene in Österreich sehr überschaubar ausfällt, habe ich zwangsläufig deutlich mehr mit "Normalos" zu tun. Der Kontakt mit den Kollegen ist schon längst auf das erträgliche Minimum beschränkt - das hat aber auch andere Gründe... Die Leute in dem steirischen Alpenkaff hier haben mich längst als "Dorfgrufti" abgestempelt (ich bin sogar ein bisschen stolz darauf) und lassen mich meistens in Ruhe. Würde ich mir mehr Interaktion mit den Einheimischen wünschen, müsste ich vermutlich irgendwelchen Vereinen beitreten - und da stellt es mir alle Nackenhaare auf 
Wenn ich tatsächlich einmal an irgendeiner Feier o.ä. teilnehme, verhalte ich mich aber so, wie ich bin - es würde sowieso jeder sofort merken, wenn ich mich verstelle oder irgendwie
gewaltsam anpasse. Ich bin da lieber ein "authentischer Sonderling", als ein "fake Stino"
Wenn ich tatsächlich einmal an irgendeiner Feier o.ä. teilnehme, verhalte ich mich aber so, wie ich bin - es würde sowieso jeder sofort merken, wenn ich mich verstelle oder irgendwie
gewaltsam anpasse. Ich bin da lieber ein "authentischer Sonderling", als ein "fake Stino"
Praise the evil 
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Black Alice
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Re: Interaktion mit "Normies" im Alltag
Ich habe kein Problem mich mit Stinos auseinander zu setzen. Meine Interessen gehen ja auch weiter hinaus als nur Goth. Wenn man in einer Zeit aufgewachsen ist wo alle paar Jahre was völlig neues aus derTaufe gehoben wurde, dann kann man nicht anders. Der Mittelpunkt bleibt zwar der Goth, aber er ist nicht das einzige im Leben. Als man noch jung war, da hat man sich regelmäßig heraus geputzt. Das ist heute nicht mehr so. Zwar immer schwarz, was anderes habe ich nicht, aber nicht mehr so krass, dass man das mit Goth in Verbindung bringen würde. Mein Umfeld weiß es zwar, bleibt ja nicht aus, geht damit aber locker um, da eh die meisten aus der Veranstaltungsbranche sind, die mit allerlei konfrontiert werden, oder aus anderen Branchen, wo man eh lockerer mit unorthodoxen Themen umgeht. Da heute schwarz auch in anderen Szenen die Uniform ist, fällt man als Goth ja nicht mehr so auf, außer man putzt sich heraus.
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Die Karteileiche
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Re: Interaktion mit "Normies" im Alltag
Mit meinen Kolleginnen habe ich viel zutun, auch wenn da niemand als Gruftie zu bezeichnen wäre. Auf der Arbeit sind wir ein bunter Haufen, es ist alles dabei. Ich falle da in "schwarz" gar nicht so recht auf. Meine Art und Einstellung werden akzeptiert, wie umgekehrt. Dabei lass ich mir von anderen Leute auch gern ihre Welt erklären. Nur so kann man über den Tellerrand hinausblicken.
Herausputzen kann ich mich aufgrund meiner Arbeit leider nicht wirklich... Dafür dann in meiner freien Zeit. Die verbringe ich grundsätzlich mit vernünftigen Menschen, die sich nicht an mir stören. Ob das jetzt Metaller sind oder alternative Geschöpfe.
Ich komme tatsächlich gut damit aus zu leben wie ich bin (wenn auch optisch nicht so extrem) und leben zu lassen. Die einzige Ausnahme sind da Verwandte. Ich möchte meine Oma nicht früher ins Grab schicken, als sie will.
Herausputzen kann ich mich aufgrund meiner Arbeit leider nicht wirklich... Dafür dann in meiner freien Zeit. Die verbringe ich grundsätzlich mit vernünftigen Menschen, die sich nicht an mir stören. Ob das jetzt Metaller sind oder alternative Geschöpfe.
Ich komme tatsächlich gut damit aus zu leben wie ich bin (wenn auch optisch nicht so extrem) und leben zu lassen. Die einzige Ausnahme sind da Verwandte. Ich möchte meine Oma nicht früher ins Grab schicken, als sie will.
"Der ganze Strudel strebt nach oben; du glaubst zu schieben, und du wirst geschoben." Goethe - Faust
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Luna Rabenherz
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Re: Interaktion mit "Normies" im Alltag
Ich glaube ich werde meinen künftigen Kollegen*innen selbst die Entscheidung überlassen, festzustellen, dass sie mit meiner Welt kaum etwas anfangen können 
Im Arbeitskontext kann man auch so vernünftig arbeiten, finde ich. Ohne privat eng befreundet zu sein.
Im Arbeitskontext kann man auch so vernünftig arbeiten, finde ich. Ohne privat eng befreundet zu sein.
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