Das ist doch kein Extrem. Vieles aus dem Goth-Bereich ist einfach "Gute-Laune-Musik", die für mich keine Düsternis ausstrahlt, gerade was Atmosphäre angeht. Texte sind für mich peripher und weniger von Bedeutung, als das, was die Musik/der Sound ansich erzeugen kann. Ich nehme einfach mal an, dass da einfach keine Hörerfahrungen vorliegen.Eddie Winkler hat geschrieben: Donnerstag 9. April 2026, 08:51Ah, ich sehe, wo der Fehler liegt: du nimmst ein "Extrem" als Maßstab, nicht den "Mittelwert".Phönix75 hat geschrieben: Donnerstag 5. Februar 2026, 13:33 Ich muss immer schmunzeln, wenn jemand behauptet es dunkel/düster zu mögen und dann irgendwas aus dem Goth-Bereich aufzählt. Vielleicht fehlen einfach nur die Vergleichsmöglichkeiten, aber düster ist es hauptsächlich im Dark Ambient/Industrial-Bereich, wo es um Atmosphäre, Klanglandschaften und menschliche Abgründe geht. Also, wo man dystopisches und finsteres Kopfkino erzeugen kann.Alles andere ist m.M.n. eher etwas dunkel angehaucht. Mehr aber auch nicht.
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Düster kann viele Ausprägungen haben: Dystopisch, melancholisch, gruselig, beengend, kalt, bedrückend, verstörend, abgründig, unheimlich, mystisch, makaber, morbide, hoffnungslos, romantisch, Vanitas, Memento Mori etc.
Aggrotech vs. Dark-Pop
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Phönix75
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Re: Aggrotech vs. Dark-Pop
Nichts ist so, wie es scheint.
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Eddie Winkler
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Re: Aggrotech vs. Dark-Pop
Und wieder setzt du das Extrem als "Norm", was man an dem Satz "Ich nehme einfach mal an, dass da einfach keine Hörerfahrungen vorliegen" deutlich erkennen kann.Phönix75 hat geschrieben: Freitag 10. April 2026, 06:19Das ist doch kein Extrem. Vieles aus dem Goth-Bereich ist einfach "Gute-Laune-Musik", die für mich keine Düsternis ausstrahlt, gerade was Atmosphäre angeht. Texte sind für mich peripher und weniger von Bedeutung, als das, was die Musik/der Sound ansich erzeugen kann. Ich nehme einfach mal an, dass da einfach keine Hörerfahrungen vorliegen.Eddie Winkler hat geschrieben: Donnerstag 9. April 2026, 08:51Ah, ich sehe, wo der Fehler liegt: du nimmst ein "Extrem" als Maßstab, nicht den "Mittelwert".Phönix75 hat geschrieben: Donnerstag 5. Februar 2026, 13:33 Ich muss immer schmunzeln, wenn jemand behauptet es dunkel/düster zu mögen und dann irgendwas aus dem Goth-Bereich aufzählt. Vielleicht fehlen einfach nur die Vergleichsmöglichkeiten, aber düster ist es hauptsächlich im Dark Ambient/Industrial-Bereich, wo es um Atmosphäre, Klanglandschaften und menschliche Abgründe geht. Also, wo man dystopisches und finsteres Kopfkino erzeugen kann.Alles andere ist m.M.n. eher etwas dunkel angehaucht. Mehr aber auch nicht.
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Düster kann viele Ausprägungen haben: Dystopisch, melancholisch, gruselig, beengend, kalt, bedrückend, verstörend, abgründig, unheimlich, mystisch, makaber, morbide, hoffnungslos, romantisch, Vanitas, Memento Mori etc.![]()
Nur weil es etwas Extremeres gibt, wird das andere nicht minderer. Und ich kenne eben sehr wohl die von dir aufgezählten Genres und mehr, aber ich setze sie nicht als Norm um anderes abzuwerten, sondern sehe es eher als "noch düsterer/abründiger" etc.
"I wanna do it like Pete Burns, I want your mind to twist and turn"
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Re: Aggrotech vs. Dark-Pop
Hmm, aber gehören Melodie und Text nicht zusammen?Phönix75 hat geschrieben: Freitag 10. April 2026, 06:19 Das ist doch kein Extrem. Vieles aus dem Goth-Bereich ist einfach "Gute-Laune-Musik", die für mich keine Düsternis ausstrahlt, gerade was Atmosphäre angeht. Texte sind für mich peripher und weniger von Bedeutung, als das, was die Musik/der Sound ansich erzeugen kann. Ich nehme einfach mal an, dass da einfach keine Hörerfahrungen vorliegen.![]()
Wenn Du den Texten keine Bedeutung zumisst, entgeht Dir möglicherweise, dass der Song sarkastisch, selbstironisch oder Gesellschaftskritisch ist.(?)
Gute-Laune-Musik kann ja auch eine bitterböse Message in sich tragen...
Aber ja, in den meisten Fällen handelt es sich tatsächlich um 0-8-15-Gestampfe mit irgendwelchen Samples, tw. deutlich unter der Gürtellinie.
Was das mit der schwarzen Szene zu tun haben soll, ist mir auch nicht klar - aber die Musikströmung hat sich nun mal in diese Richtung entwickelt.
Praise the evil 
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Re: Aggrotech vs. Dark-Pop
Ich würde behaupten, dass es auch unterschiedliche Arten von Düsternis gibt und die dann auch unterschiedlich vertont werden müssen.
Düsternis kann sich rein auf die Lichtverhältnisse oder Farben beziehen oder auf Stimmungen.
Eine melancholische, romantisch-düstere Stimmung ist anders als beklemmende, furchteinflößende Düsternis.
Ein nächtlicher Wald bei Mondschein ist düster, aber eben anders als ein altes Efeu-umranktes Grab, anders als der Keller einer alten Fabrik, oder Psychiatrie-Horrordarstellungen oder dystopische Gesellschaftsbilder oder was auch immer. Jeder wird da auch seine bevorzugten Vorstellungen von Düsterem haben. Welche Musik welche Bilder im Kopf auslöst, ist auch individuell verschieden.
Ein leichtes, melancholisches, neoklassisches Stück kann vielleicht schöne Friedhofs-Düsternis darstellen obwohl es nicht ansatzweise so extrem ist wie manch dystopisches Industrial-Werk, welches zwar super düster ist, aber ganz andere Bilder auslöst.
Kommt halt drauf an, welche Wirkung man gerade braucht.
Düsternis kann sich rein auf die Lichtverhältnisse oder Farben beziehen oder auf Stimmungen.
Eine melancholische, romantisch-düstere Stimmung ist anders als beklemmende, furchteinflößende Düsternis.
Ein nächtlicher Wald bei Mondschein ist düster, aber eben anders als ein altes Efeu-umranktes Grab, anders als der Keller einer alten Fabrik, oder Psychiatrie-Horrordarstellungen oder dystopische Gesellschaftsbilder oder was auch immer. Jeder wird da auch seine bevorzugten Vorstellungen von Düsterem haben. Welche Musik welche Bilder im Kopf auslöst, ist auch individuell verschieden.
Ein leichtes, melancholisches, neoklassisches Stück kann vielleicht schöne Friedhofs-Düsternis darstellen obwohl es nicht ansatzweise so extrem ist wie manch dystopisches Industrial-Werk, welches zwar super düster ist, aber ganz andere Bilder auslöst.
Kommt halt drauf an, welche Wirkung man gerade braucht.
„Worte können sein wie winzige Arsendosen: Sie werden unbemerkt verschluckt, sie scheinen keine Wirkung zu tun, und nach einiger Zeit ist die Giftwirkung doch da.“
Victor Klemperer, LTI
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