Die Schlussfolgerung teile ich nicht, da gerade der Pro-Kopf-Ressourcenverbrauch bzw. CO2-Ausstoß am höchsten bei den Industienationen ist, die aber gleichzeitig die geringsten Geburtenraten haben. Es kommt also schon auf den Lebensstil an und nicht (allein) auf die Menge der Menschen.
Das ist also kein Entweder-Oder.
Unsere Lebensgrundlage zu erhalten, hat nichts mit Gutmenschentum zu tun. Über den besten Weg dahin kann und muss man freilich streiten, denn das Thema ist halt komplex, da sich so oft verschiedene legitime Interessen gegenseitig im Weg stehen (zB kollidieren oft selbst Umwelt- und Klimaschutz).
Es geht beim Klimaschutz ja nicht um „Weltuntergang“, sondern möglichst um den Erhalt der jetzigen Umgebungsbedingungen. Wenn wir in Deutschland südeuropäisches Klima bekommen, können wir uns daran schon irgendwie anpassen, aber Extremwetter wird bei uns zu mehr Todesfällen, Ernteausfällen, Wasserknappheit etc. führen. Das ist je nach Region auch unterschiedlich. Wenn dann andere Gebiete schlecht bewohnbar werden, werden wir es mit noch viel größeren Migrationsströmen zu tun bekommen als bisher und der Kampf um Ressourcen führt zu noch mehr Konflikten. Wenn das Ökosystem mit der Anpassung ans Klima nicht hinterherkommt und durch Verschwinden von Lebensräumen (auch durch Einsatz von Pestiziden) die Arten weiter schwinden (was aktuell schon ganz klar passiert), funktioniert die Nahrungskette nicht mehr und das werden auch wir irgendwann bemerken.
Das Problem selbst sollte man zumindest schon mal anerkennen (es sei denn man hält sich für schlauer als alle, die sich täglich ernsthaft mit dem Thema befassen), auch wenn man selbst keine Lösung dafür hat und die vorgeschlagenen Maßnahmen auch nicht das Gelbe vom Ei sind.
Was denkst du gerade ?
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Evanahhan
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Re: Was denkst du gerade ?
„Worte können sein wie winzige Arsendosen: Sie werden unbemerkt verschluckt, sie scheinen keine Wirkung zu tun, und nach einiger Zeit ist die Giftwirkung doch da.“
Victor Klemperer, LTI
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Phönix75
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Re: Was denkst du gerade ?
Man kann sich aber auch weiterhin dagegen aussprechen, dass der ungebremste Menschenzuwachs weltweit nichts mit dem Klima zu tun hätte. Das ist reine Realitätsverweigerung. Gerade China, Brasilien oder Indien, die sehr aufstrebende Nationen sind, die aber auch hohe Geburtenraten haben (leider hat China die 1-Kind Politik aufgegeben) tragen enorm zum CO2-Ausstoss bei. Die kümmern sich aber weit weniger um Klimaschutz, als z.B. europäische Länder. In D ist man so doof und rodet Wälder für Windräder. Das ist so blöd, dass man den Grünen jegliche Bildung absprechen möchte. Also lassen wir es einfach geschehen. Deutschland wird schon alleine deshalb nicht verschont, weil wir keine Mauer um uns bauen können und die Hitze oder Unwetter keinen Bogen um uns machen würden. "Anpassen" ist das Zauberwort. E-Autos ist eine Sackgasse, nur haben das die Meisten noch nicht realisiert. Damit lässt sich aber ein gutes Geschäft machen, wie eben mit so jeder angeblich innovativen Technologie. Das ist Kapitalismus und der steht über allem. Ich bin davon überzeugt, dass nach einer Warmzeit wieder eine Kaltzeit kommt. Das war und ist der ewige Kreislauf auf diesem Planeten. Wenn wir jetzt eine Kaltzeit bekommen würden, gäbe es auch eine Angst-und Panikmache. Menschen würden erfrieren, Nahrung könnte man nicht anbauen usw.. Wenn die Leute nicht mehr an Gott glauben, dann glauben sie eben an was anderes, u.a. eben auch an den menschengemachten Klimawandel.
Hach und was hab ich doch wieder gelacht als ich eine Doku über das Ahrtal gesehen hab, als dann plötzlich gesagt wurde, dass es ähnliche Flutkatastrophen schon im Jahr 1804 und 1910 gab und sich solche Ereignisse min. 1x in einem Jahrhundert wiederholt, also die Wahrscheinlichkeit von 1% pro Jahr besteht, dass es zu einem solchen Ereignis kommen kann. Wenn es Klima- und Wetteraufzeichnungen schon seit mehreren Jahrhundert gegeben hätte, würde sich das jetzt alles nämlich erheblich relativieren. Ich persönlich kann mich an kein wirklich schweres Unwetter erinnern, welches ich in den letzten 2 bis 3 Jahrzehnten erlebt hätte. Als Kind hatte ich da schon anderes erlebt. Die Medien- und Informationspolitik macht alles nur viel schlimmer, als es tatsächlich ist. Und auch die Wissenschaft ist ein Bestandteil des Kapitalismus. Das muss man doch wohl keinem erzählen, oder? Wenn ich heute eine Warnung vor einem lauen Lüftchen von 50km/h auf meine Wetter-App auf dem Handy bekomme, dann bleibt mir als Reaktion nur noch Kopf ---> Tisch. Ich glaube, jeder versteht, was ich meine. Waren früher Temperaturen um 25 Grad noch gelb bis orange gekennzeichnet, sind sie heute schon tiefrot.
Ja, wir werden alle sterben. Der eine Panikmacher hoffentlich früher, der andere eben später.
Hach und was hab ich doch wieder gelacht als ich eine Doku über das Ahrtal gesehen hab, als dann plötzlich gesagt wurde, dass es ähnliche Flutkatastrophen schon im Jahr 1804 und 1910 gab und sich solche Ereignisse min. 1x in einem Jahrhundert wiederholt, also die Wahrscheinlichkeit von 1% pro Jahr besteht, dass es zu einem solchen Ereignis kommen kann. Wenn es Klima- und Wetteraufzeichnungen schon seit mehreren Jahrhundert gegeben hätte, würde sich das jetzt alles nämlich erheblich relativieren. Ich persönlich kann mich an kein wirklich schweres Unwetter erinnern, welches ich in den letzten 2 bis 3 Jahrzehnten erlebt hätte. Als Kind hatte ich da schon anderes erlebt. Die Medien- und Informationspolitik macht alles nur viel schlimmer, als es tatsächlich ist. Und auch die Wissenschaft ist ein Bestandteil des Kapitalismus. Das muss man doch wohl keinem erzählen, oder? Wenn ich heute eine Warnung vor einem lauen Lüftchen von 50km/h auf meine Wetter-App auf dem Handy bekomme, dann bleibt mir als Reaktion nur noch Kopf ---> Tisch. Ich glaube, jeder versteht, was ich meine. Waren früher Temperaturen um 25 Grad noch gelb bis orange gekennzeichnet, sind sie heute schon tiefrot.
Ja, wir werden alle sterben. Der eine Panikmacher hoffentlich früher, der andere eben später.
Nichts ist so, wie es scheint.
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Evanahhan
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Re: Was denkst du gerade ?
Wenn du denkst, dass China, Indien und Brasilien keine Klimaschutz-Ambitionen hätten, musst du dich mal auf den aktuellen Stand bringen. Die bauen nämlich alle massiv aus. Gerade China hat dazu die Energiewende auch noch als den Zukunftsmarkt identifiziert und subventioniert die Technologien so aggressiv, dass wir darunter krachen gehen. Aber natürlich hat jedes Land auch so seine eigenen Probleme. Brasiliens Energiebedarf wird beispielsweise zu 80% erneuerbar erzeugt, aber wirtschaftlich von der Abholzung des Regenwalds wegzukommen, ist nicht so einfach. Es ist nirgends schwarzweiß, aber dass Deutschland das einzige Land wäre, das Klimaschutz betreibt, ist ein Irrglaube. Wir sind da lange nicht mehr Vorreiter.
E-Autos sind keine Sackgasse. Sie haben natürlich ihre Nachteile, aber können auch einen wichtigen Teil beitragen. Mein Bruder und Vater haben jeweils ein E-Auto und laden größtenteils mit Strom aus der eigenen PV-Anlage. Also fast für lau. Das passt natürlich nicht für jeden, aber wo es passt, ist es eine super Alternative. Und perspektivisch können E-Autos auch ins Netz eingebunden werden und durch bidirektionales Laden das Netz stabilisieren. Thema Smart Meter und Smart Grid. Speicher sind eh das Thema, das dringend vorangetrieben werden muss. Wenn Batteriekraftwerke und E-Autos kurzfristige Spitzen oder Defizite ausgleichen und Elektrolyse als langfristigerer Speicher für überschüssigen Strom dienen kann, lässt sich die Energiewende schon auch vorantreiben. Man muss dafür halt das System umbauen und das kostet erstmal - dafür hätte ich u. a. gern die ganzen Infrastruktur-Milliarden gesehen, die sich die Regierung so großzügig gegönnt hat und nun verpulvert. Erneuerbarer Strom ist in der Erzeugung so viel günstiger als fossiler Strom. Es sind die ganzen Regelungen (Vergütungen, Umlagen, Merit-Order-Prinzip, Steuern etc.), die den Strom dann so teuer machen, es sind nicht die Erneuerbaren selbst.
Und zum Thema Wetter und Klima… Klima ist die Statistik des Wetters. Einzelereignisse sind genau das, aber es kommt auf die Gesamtheit der Einzelereignisse an. Und natürlich kann man da die Statistik vergleichen und feststellen, dass es Veränderungen gibt.
Tatsächlich würde sich ohne die Erwärmung durch die Emissionen das Klima wohl eher abkühlen. Ja, auf eine neue Eiszeit hätte ich noch weniger Bock…
E-Autos sind keine Sackgasse. Sie haben natürlich ihre Nachteile, aber können auch einen wichtigen Teil beitragen. Mein Bruder und Vater haben jeweils ein E-Auto und laden größtenteils mit Strom aus der eigenen PV-Anlage. Also fast für lau. Das passt natürlich nicht für jeden, aber wo es passt, ist es eine super Alternative. Und perspektivisch können E-Autos auch ins Netz eingebunden werden und durch bidirektionales Laden das Netz stabilisieren. Thema Smart Meter und Smart Grid. Speicher sind eh das Thema, das dringend vorangetrieben werden muss. Wenn Batteriekraftwerke und E-Autos kurzfristige Spitzen oder Defizite ausgleichen und Elektrolyse als langfristigerer Speicher für überschüssigen Strom dienen kann, lässt sich die Energiewende schon auch vorantreiben. Man muss dafür halt das System umbauen und das kostet erstmal - dafür hätte ich u. a. gern die ganzen Infrastruktur-Milliarden gesehen, die sich die Regierung so großzügig gegönnt hat und nun verpulvert. Erneuerbarer Strom ist in der Erzeugung so viel günstiger als fossiler Strom. Es sind die ganzen Regelungen (Vergütungen, Umlagen, Merit-Order-Prinzip, Steuern etc.), die den Strom dann so teuer machen, es sind nicht die Erneuerbaren selbst.
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Tatsächlich würde sich ohne die Erwärmung durch die Emissionen das Klima wohl eher abkühlen. Ja, auf eine neue Eiszeit hätte ich noch weniger Bock…
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Victor Klemperer, LTI
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Black Alice
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Re: Was denkst du gerade ?
Ich kann nur eines sagen. Das Ende ist nah...
