Single sein und Dating

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Immersion
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Re: Single sein und Dating

Beitrag von Immersion »

Luna Rabenherz hat geschrieben: Montag 29. Dezember 2025, 18:47 "Neurologisch typisch" ist in weiterem Sinne ein "korrekterer" Begriff für "psychisch normal"... wenn ich mich nicht irre, natürlich. Also im engeren Sinne beschreibt er Personen, die nicht neurodivergent sind.
„Psychisch normal“ ist tatsächlich irreführend - auch wenn der Begriff selbst streng genommen nicht falsch ist.
„Neurologisch typisch“ kannst Du auch zu „neurotypisch“ verkürzen.
Aber Hochsensibiität zählt eh zu dem neurodivergenten Spektrum, soweit ich weiß. Hochbegabung übrigens auch. (Auch das Autismus-Spektrum, AD(H)S, die "Mischform" der beiden AuDHS, sowie Dyslexie, Dyskalkulie und all das "im Kopf", womit man geboren wird, was einen anders macht, Probleme bereiten kann, aber auch ganz besondere Stärken mit sich bringen kann)
Habe gehört, dass auch erworbene Zustände wie Persönlichkeitsstörungen oder auch Krankheiten wie Depressionen oder Schizophrenie dazu zählen können.
Berichtigt mich bitte, wenn ich mich irgendwo vertan habe.
Nein, stimmt so weit alles - und der Vollständigkeit halber sollte kognitive Minderbegabung auch mit aufgenommen werden - und Synästhesie. Letztere präferiere ich übrigens zur Verdeutlichung, um Leuten die aus Neurodivergenz resultierende Anderartigkeit zu erklären. Weil es da noch am Wenigsten den Verdacht einer Hierarchie, Pathologisierung oder Diskriminierung gibt. Darüber kann man noch einigermaßen neutral sprechen.

Dass Neurodivergenz gut zueinander passt, stimmt allerdings nur sehr bedingt. Unter bestimmten Bedingungen kann ein Neurodivergenter ein Verständnis dafür entwickeln, dass ein anderer völlig anders denkt und fühlt, wenn er selbst begriffen hat, inwiefern er sich selbst von anderen unterscheidet.
Das bedeutet aber noch lange nicht, dass er eine wirkliche Vorstellung davon hat, wie sich „neurotypisch“ anfühlt. Oder mit einem, der anders als er selbst ist, überhaupt eine gemeinsame Basis finden kann (wenn man mal von der oberflächlichsten Form einer solchen Basis absieht).
Eine Ausnahme sind Formen, sie sich insbesondere medikamentös kompensieren lassen und durch die sich ein vorübergehender, neurotypischer Zustand erreichen lässt. Eigentlich sind das gewissermaßen beneidenswerte Grenzgänger, weil sie tatsächlich zwei Welten erfahren können.
Aber … unterschiedliche oder gar konträre Formen von Neurodivergenz?

Interaktion zwischen Neurodivergenten und -typischen ist ganz sicher noch ein eigenes Thema wert.
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BlackWolf78
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Re: Single sein und Dating

Beitrag von BlackWolf78 »

Ich bin zwar auch momentan leider noch Single, nachdem sich meine stark suizidale Ex umgebracht hat, aber ich arbeite daran, Online eine passende Frau kennenzulernen. Als junger Mann habe ich immer nur Frauen angesprochen und beim Feiern kennengelernt. Heutzutage würde ich niemals eine Frau ansprechen, was ich bedauerlich finde, aber das ist es mir nicht mehr wert, nachher bekomme ich eine Anzeige wegen sexueller Belästigung, das ist ja heutzutage gesetzlich alles verregelt und wird auch immer schlimmer. Ich habe aber auch mittlerweile "etwas spezielle" Interessen, und bin da auch nicht kompromissbereit, was die Art der Beziehung angeht. Entweder passt es, oder nicht, also ganz oder gar nicht.
Leider ist Onlinedating total fakeverseucht, und man verschwendet jede Menge Zeit darauf, Jemanden mit ernsthaften Absichten zu finden, dafür kann man aber auch sehr spezielle Vorlieben ausmachen, die zu exakt passen und dann einen richtig grossen Treffer landen.
Wer nicht lesen kann denkt immer, er sei klar im Vorteil.
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Nadine_R44
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Re: Single sein und Dating

Beitrag von Nadine_R44 »

Ich hänge mich hier mal dran, auch wenn der Thread schon etwas älter ist, weil das Thema bei mir gerade sehr präsent ist. 44, seit zwei Jahren wieder allein, und ich merke: In der Szene jemanden kennenzulernen ist mit Mitte 40 deutlich schwerer als mit 25. Die Partys sind seltener, die Leute in meinem Alter sind entweder seit Ewigkeiten vergeben oder tauchen nur noch zum WGT auf.

Ich habe mich deshalb im Frühjahr zum ersten Mal auf Dating-Plattformen umgesehen, was ich mir vorher nie hätte vorstellen können. Ehrliche Bilanz: Auf den großen Apps wird man mit langen schwarzen Haaren und Korsett im Profilbild entweder fetischisiert oder für ein Halloween-Kostüm gehalten. Besser lief es auf den kleineren, eher seriösen Seiten, weil da mehr Leute sind, die tatsächlich lesen, was man schreibt. Ich wohne nahe Basel, deshalb hatte ich mich vor allem im Schweizer Raum umgeschaut und mir vorher Erfahrungsberichte durchgelesen, um nicht in eine Abo-Falle zu laufen.

Mein Fazit bisher: Einen Partner aus der Szene wünsche ich mir nach wie vor, aber ich habe aufgehört, das zur Bedingung zu machen. Der eine Mann, mit dem es in diesem Sommer ernster wurde, hört Hardrock und trägt Karohemden. Manchmal reicht es, wenn jemand die Musik im Auto nicht leiser dreht.
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Black Alice
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Re: Single sein und Dating

Beitrag von Black Alice »

Ich lese, dass die Leute mehr und mehr von Dating Apps Abstand nehmen, weil zu viele Fakes und mit Hilfe von KI viel zu geschönte eigene Bilder gemacht werden, die der Realität nicht entsprechen. Finde ich gut, so kommt auf Veranstaltungen hoffentlich wieder mehr zusammen und das real life gewinnt.
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Aylowyn
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Re: Single sein und Dating

Beitrag von Aylowyn »

Ich glaube, das es noch eher mehr werden wird als weniger. Heute ist mehr Schein als Sein, in fast allen Bereichen. Dazu ein Überangebot an Dating Apps. Dort klappts nicht - versuche ich es dort .Oder benutze gleichzeitig mehrere.
Auch gehe ich davon aus, dass die Leute Fakes mit einkalkulieren, sogar damit rechnen.
Die Leute scheinen keine Zeit mehr für einen langsamen Aufbau zu haben, alles muss sofort zu haben sein. Schade.
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BlackWolf78
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Re: Single sein und Dating

Beitrag von BlackWolf78 »

Black Alice hat geschrieben: Donnerstag 10. September 2026, 18:00 Ich lese, dass die Leute mehr und mehr von Dating Apps Abstand nehmen, weil zu viele Fakes und mit Hilfe von KI viel zu geschönte eigene Bilder gemacht werden, die der Realität nicht entsprechen. Finde ich gut, so kommt auf Veranstaltungen hoffentlich wieder mehr zusammen und das real life gewinnt.
Ich denke, da liegst Du aber sowas von daneben, die "guten alten Zeiten" kommen nie wieder.
Diese Menschen, die online Dating aufgeben, die holen sich eine Katze, Real life wird nie wieder irgendwas gewinnen.
Ende der Geschichte.
Aylowyn hat geschrieben: Donnerstag 10. September 2026, 18:58 Ich glaube, das es noch eher mehr werden wird als weniger. Heute ist mehr Schein als Sein, in fast allen Bereichen. Dazu ein Überangebot an Dating Apps. Dort klappts nicht - versuche ich es dort .Oder benutze gleichzeitig mehrere.
Auch gehe ich davon aus, dass die Leute Fakes mit einkalkulieren, sogar damit rechnen.
Die Leute scheinen keine Zeit mehr für einen langsamen Aufbau zu haben, alles muss sofort zu haben sein. Schade.
China ist wohl die Zukunft....
Das Problem mit Dating Apps ist ja, die sind darauf ausgerichtet, die Menschen an sie zu binden, statt an andere Menschen.
Deshalb verursachen sie systematisch dysfunktionales Verhalten bei der Partnersuche, damit es mehr werden statt weniger.
Wie kann eine Dating Seite schon davon profitieren, jemanden zu verkuppeln ?
Zuletzt geändert von BlackWolf78 am Freitag 11. September 2026, 15:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Black Alice
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Re: Single sein und Dating

Beitrag von Black Alice »

Ich glaube ich mache mal eine Agentur für arrangierte Beziehungen/Ehen auf. Dann muss keiner darüber nachdenken. Gebühr zahlen, Ehevertrag und gut ist. Nicht nachdenken, einfach alles machen lassen. :mrgreen:
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Phönix75
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Re: Single sein und Dating

Beitrag von Phönix75 »

Also Dating Apps wären mir ein Graus. Vorallem weil es da nichts szenepassendes gibt.
Schwarze Single-Seiten... da hab ich viel Erfahrungen mit gemacht, aber durchweg nur schlechte. Es liegt nicht an den Seiten, der Aufmachung oder den Betreibern, sondern an denen, die sie füllen. Die ernüchternde Bilanz: Frauen wollen stets gut im Rampenlicht präsentiert sein, ergo: gesehen werden (was per se nicht verwerflich ist). Dazu kommt, dass sie nie (zu 95%) zuerst einen Mann anschreiben. Immer schön im Schneckenhäuschen bleiben. Dann spielt Anspruch und Erwartungshaltung eine enorm große Rolle. Wenn diese schon auf Bildern nicht erfüllt wird, ist man als Mann schon raus. Also zu 80%. Ein aufeinander zugehen und zueinander finden ist da von vorn herein ausgeschlossen. Letztendlich frage ich mich, warum man sich da überhaupt anmeldet? Nur um sich zu zeigen, Blicke zu ziehen, seine Eitelkeit befriedigen?
Als Mann hat man sicherlich das schwerere Los, fast ausnahmslos den 1. Schritt zu machen. Stellt man z. B. eine Kontaktanfrage, wird nicht einmal mehr mit einem JA oder NEIN geantwortet, sondern im luftleeren Raum hängen gelassen. Ist das jetzt Ignoranz oder sich eine Alternative offen lassen? Ich bin mir nicht sicher.
Natürlich kann ich mir vorstellen, das es einige penetrante Typen gibt, die die schnelle Nummer wollen, ihre sexuellen Neigungen anbiedern und belästigen... ohne Zweifel. Die versauen es den Männern, die tatsächlich nur jemanden kennenlernen wollen und somit dann in ein sterotypisches Männerbild der Frauen fallen. Frei nach dem Motto, die sind doch alle gleich. Also passt man nicht ins erwartete Bild oder ist wie alle anderen. Neben der Oberflächlichkeit, die eigentlich nur noch auf solchen Plattformen herrscht, ist mittlerweile eine eher asoziale Stimmung. Wie gesagt, es ist der Zeitgeist, das Verhalten und die Erwartungshaltung, die das alles zu einen Krampf macht. Manche würden sich sicherlich finden und sogar zusammen passen, aber sie stehen sich selbst im Weg. Schade.
Nichts ist so, wie es scheint.
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BlackWolf78
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Re: Single sein und Dating

Beitrag von BlackWolf78 »

Phönix75 hat geschrieben: Sonntag 13. September 2026, 13:53 Die ernüchternde Bilanz: Frauen wollen stets gut im Rampenlicht präsentiert sein, ergo: gesehen werden (was per se nicht verwerflich ist). Dazu kommt, dass sie nie (zu 95%) zuerst einen Mann anschreiben. Immer schön im Schneckenhäuschen bleiben. Dann spielt Anspruch und Erwartungshaltung eine enorm große Rolle. Wenn diese schon auf Bildern nicht erfüllt wird, ist man als Mann schon raus. Also zu 80%. Ein aufeinander zugehen und zueinander finden ist da von vorn herein ausgeschlossen. Letztendlich frage ich mich, warum man sich da überhaupt anmeldet? Nur um sich zu zeigen, Blicke zu ziehen, seine Eitelkeit befriedigen?
Das ist aber ursächlich Schuld Desjenigen, der das Seitendesign entworfen hat.
Wenn man die visuelle Selbstdarstellung zum Fokus macht, verblasst was wirklich Bedeutung hat. Dementsprechend ist diese Entwicklung gewollt.
Es geht darum eine Socialmediaplattform zu entwickeln, und sie ins Mäntelchen der Partnervermittlung einzuwickeln.
Männer wollen übrigens auch oft im Rampenlicht stehen, das ist keine geschlechterspezifische Präferenz, sondern eine Charakterfrage - ober aber heutzutage viel mehr noch Prägung durch Socialmedia.
Als Mann hat man sicherlich das schwerere Los, fast ausnahmslos den 1. Schritt zu machen. Stellt man z. B. eine Kontaktanfrage, wird nicht einmal mehr mit einem JA oder NEIN geantwortet, sondern im luftleeren Raum hängen gelassen. Ist das jetzt Ignoranz oder sich eine Alternative offen lassen? Ich bin mir nicht sicher.
Auch schuld des Designs, wenn solches Verhalten negativ gewertet würde, durch interne Algorithmen, wäre dieses Verhalten nicht so verbreitet.

Es ist aber auch so, dass solche Seiten Frauen überlasten, weil fast alle Männer dazu bereit wären mit fast ausnahmslos jeder Frau was anzufangen (nur die Frage was), wohingegen Frauen immer schon von Natur aus selektieren mussten.
Frauen beurteilen sich selbst anhand der Reaktionen Anderer, um sich selbst einzuordnen und zu bewerten, um dann entsprechend selektieren zu können. Dadurch, dass Frauen jedoch im Internet eine unnatürlich hohe Reichweite haben, funktionieren ihre natürlichen Filter/Kriterien nicht mehr, da die meisten Männer "simpen" und sie dann eher dazu tendieren, sich selbst überzubewerten, wodurch ihre Ansprüche unnatürlich mutieren und letztlich nur noch Männer als potentielle Partner gesehen werden, die sowieso jede Frau haben können, und kein Interesse daran haben, sich zu entscheiden, oder bereits vergeben sind.

Ghosten ist leider sehr verbreitet und wird offenbar gerne dazu verwendet, um empfindsame Menschen in gefühlskalte Ignoranten zu verwandeln. Man muss sich da nichts vormachen, jeder der wen ghostet, verursacht dadurch eine Verschiebeung im sozialen Gefälle der Gesellschaft, und man tendiert ja leider dazu, den eigenen Einfluss zu unterschätzen, den man selbst ausübt. Wenn Du als Mann Dir Mühe gibst und öfters geghostet wirst, dann änderst Du Deine Strategie, dann gibst Du Dir einfach weniger Mühe, weil Du dadurch weniger Herzblut investierst. Herzblut ist nämlich fast ausnahmslos immer vergeudet auf solchen Plattformen, und jede Offenheit wird dazu genutzt Dir zu schaden, wenn möglich.

Ich würde eine Webseite zur Partnervermittlung grundsätzlich ohne Individualbilder gestalten, sondern ganz anders, wo man sich das Bild erst durch Unterhaltung verdienen muss.
Dadurch wäre Jeder dazu gezwungen, sich das Profil des Gegenübers erst durchzulesen. Idealerweise könnten Männer keine Frauen anschreiben - Frauen müssten den Mann anschreiben. Sämtliche Methoden die nicht funktionieren sind weitreichend bekannt, nur niemand hat ein Interesse an Partnervermittlung, oder es gibt keine Devs die überhaupt verstehen, warum Partnervermittlung nicht funktioniert. Ich habe da noch viel mehr Ideen ... und mir mal ein Konzept dazu ausgedacht, nur keine Zeit es umzusetzen.
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